Medizinrecht Koblenz

Landläufig versteht der Laie unter dem Begriff „Medizinrecht“ das prozessuale Vorgehen eines Patienten gegen einen ihn behandelnden Arzt, der nach Meinung des Patienten in irgendeiner Form falsch behandelt, falsch aufgeklärt oder gar falsch operiert hat. Juristisch formuliert versteht man jedoch unter dem Begriff Medizinrecht die Rechtsbeziehungen zwischen Arzt und Patient sowie von Ärzten untereinander, sowie die öffentlich rechtlichen Bestimmungen zur Ausübung ärztlicher und zahnärztlicher Berufe, nicht zuletzt verbunden mit dem Meldewesen für meldepflichtige Krankheiten.

Wie aus der Begriffsbestimmung hervorgeht, umfasst das Medizinrecht nicht nur die allgemeine Arzthaftung, sondern auch das Recht der Honorierung bei Privatpatienten mittels der Gebührenordnung für Ärzte oder Zahnärzte sowie die Abrechnung bei Kassenzulassung mit den zuständigen Krankenkassen.

Im weitesten Sinne gehört auch zum Medizinrecht das Berufsrecht, das kollegiale und rechtliche Verhältnis zwischen Ärzten, zwischen Ärzten und ihren Kassenärztlichen Vereinigungen, sowie im allerweitesten Sinne auch das Krankenhausrecht, das Recht der Pflegeberufe sowie das Recht der Apotheken und Pharmarecht, wobei diese Bereiche mehr oder weniger öffentlich rechtliche Schwerpunkte aufweisen und daher häufig auch unter dem Begriff „Gesundheitsrecht“ geführt werden.

Im Wesentlichen beschäftigen wir uns jedoch ausschließlich mit schuldrechtlichen Ansprüchen von Patienten gegenüber den behandelnden Ärzten, sei es im Hinblick auf die Geltendmachung von Schmerzensgeldern, Schadenersatzansprüchen jedwelcher Art oder gar fortlaufenden Rentenansprüchen. Das heißt mit anderen Worten, unsere Praxis ist mehr oder weniger auf die Unterstützung von Patienten und der Durchsetzung solcher Ansprüche ausgerichtet, die sich gegenüber Ärzten und allgemeinen Krankenhausträgern aus Fehl- oder Falschbehandlungen ergeben.